So klingt unser neuer alter Bechstein aus dem Jahr 1890! #BBQJazz

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Alles fing an mit einem Auftritt in Gerlingen (Nähe Stuttgart und Leonberg), bei dem wir uns darauf eingestellt hatten, nur elektronisch zu spielen – ohne Klavier oder Flügel, nur mit Synthesizer. Klar ist, wir freuen uns auf jeden Auftritt – allein um des Spielens Willen – jedoch versprach diese Bühnenshow eine ganz spezielle zu werden, denn wir entdeckten durch Zufall einen alten (einen sehr alten, wie sich später herausstellte) Bechstein B-Flügel in einer dunklen Ecke, Backstage. Ja, klingt komisch, war aber so. Mittlerweile gehört der Oldtimer, der seinen Ursprung irgendwann um das Jahr 1890 hat, zu unserem festen Inventar, der für besondere Anlässe auch mal ganz vorsichtig transportiert werden kann.

Die letzte eingetragene Stimmung war im Jahr 1990

Die letzte eingetragene Stimmung war im Jahr 1990

Abenteuerlicher Transport

Als wir von der Stadt Gerlingen den Anruf bekamen, dass wir den Flügel nun rasch abholen könnten, wussten wir nicht, wie wir das organisieren sollten, denn im Moment sind wir ja alle ziemlich weit weg. Doch unsere fabelhaften Freunde in unserer Heimatstadt sprangen kurzfristig ein! Und dafür danken wir ihnen.

Inklusive Benjamin transportierten wir den rund 450 Kilogramm schweren Oldie zu sechst in einem kleinen Laster – schon das war eine sehr enge und mühselige Angelegenheit, aber es hat funktioniert.

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Nun, wir brachten ihn zur Flügel- und Klavierfabrik Pfeiffer in Leonberg, wo er für’s erste die notwendigsten Reparaturen genießen durfte (mehr ist finanziell im Moment noch nicht drin). Die letzte Stimmung wurde im Jahr 1990 dokumentiert, ein kleiner Riss im Resonanzboden ist ebenfalls vorhanden – aber: er hält die aktuelle Stimmung, das ist das wichtigste.

Im Moment steht er noch dort, doch wir suchen für ihn einen passenden (Proben)raum. Falls also jemand etwas weiß, jemanden kennt, der jemanden kennt, … Wäre der Hammer!

Von dort könnte er auch zu besonderen Events bewegt werden – ganz vorsichtig und mit großen, gefederten Rollen. Sehen wir mal, wie es sich entwickelt!

In der Werkstatt bzw. Manufaktur der Flügel- und Klavierfabrik Pfeiffer wird der Bechstein B-Flügel erst einmal auseinander genommen

In der Werkstatt bzw. Manufaktur der Flügel- und Klavierfabrik Pfeiffer wird der Bechstein B-Flügel erst einmal auseinander genommen

Und er klingt – für einen so alten Zeitgenossen, an dem die Hammerköpfe noch nicht ausgetauscht wurden – echt gut. Mit zunehmender Lautstärke wird er allerdings etwas unpräzise (noch).

Leider einmal lackiert worden, ohne den Schriftzug wieder in Kontrastfarbe zu lackieren.

Leider einmal lackiert worden, ohne den Schriftzug wieder in Kontrastfarbe zu lackieren.

Historischer Bechstein B-Flügel überlebte zwei Weltkriege

Wie der Flügel, der zweifelhaft von der zeit gezeichnet ist – klingt? Benjamin hat es gewagt, die Tasten zu berühren; nichts anspruchsvolles, nur um den Klang des schwarzen Bechstein einmal zu präsentieren.